Boxen

 

 

 

 

 

 

Geschichte des Boxens

Faustkämpfe  wurden nachweislich bereits in der Antike abgehalten. Sie gehörten – aus überlieferten Aufzeichnungen und Gemälden entnommen - bereits zum Programm der Olympischen Spiele des Altertums. Die ersten Boxer waren jedoch ausschließlich Aristokraten ( 23. Olympischen Spielen 668 vor unserer Zeitrechnung ). Bei den 41. Olympischen Spielen 616 v.u.Z. gab es bereits Boxkämpfe für Jugendliche. Das Boxen war auch Bestandteil der altgriechischen Kampfspiele, der Pankration. Entartungen traten ein, als mit hartgegerbten Schlagriemen und Metalldornen bei Gladiatorenkämpfen im alten Rom geboxt wurde. Zeitweise übten Sklaven den Faustkampf aus, um die Kampfstärke ihrer Herren zu demonstrieren. Später zogen Berufsathleten von Stadt zu Stadt und trugen Schaukämpfe aus.

Modernes Boxen

Als Vater des Modernen Boxens gilt heutzutage der Engländer James Figg. Er war Fechtlehrer und Faustkämpfer und stellte zu Beginn des 18. Jahrhunderts die ersten Regeln auf. Entstanden war das Boxen bereits im England des 16./17. Jahrhunderts.

 Die von James Figg aufgestellten Regeln vereinten Elemente der Technik und Taktik des Fechtens im volkstümlichen Faustkampf, während der Adel hei seinen Duellen Waffen gebrauchte. In seiner Schule offerierte er zum ersten Mal die „Noble Science of Defence“ als Unterrichtsstoff. Der Künstler, der auch Degen- und Florettfechten beherrschte, ließ ein Plakat von einem befreundeten Künstler, William Hogarth, gestalten. Er war damit der erste, der Boxtraining öffentlich anbot. Als Besitzer einer Schaubude an der Oxford Road war Figg in Personalunion Promoter, Matchmaker, Trainer und nicht zuletzt Athlet. 1719 wurde der „Father of Boxing“ erster offizieller britischer Champion, natürlich ohne Handschuhe und im Schwergewicht. Im Juni 1727 verteidigte er in seinem bedeutendsten Kampf gegen Ned Sutton den Titel als Meister von England, den er bis zu seinem Tod behielt. Sein Nachfolger wurde George Taylor, einer seiner Meisterschüler. Er verlor den Titel 1740 an Jack Broughton in einem spektakulären Fight. Broughton, der sich im Unterschied zu seinen Vorgängern schon auf Meidbewegungen und Verteidigungshandlungen verstand, wurde unter dem Patronat des Duke of Cumberland einer der herausragendsten Champions des Jahrhunderts und hielt den Titel zehn Jahre lang. 1743 gab er die „Londoner Preis-Ringregeln“ (The London Prize Ring Rules) heraus, die bis 1838 gültig waren. 1866 schuf der Marquess of Queensberry „Regeln des Boxens mit Handschuhen“, die zur Grundlage des modernen Regelwerkes wurden.

siehe auch Entstehungsgeschichte des Boxens als Zeittafel

 

Zu den wohl berühmtesten (Schwergewichts-)Boxern unserer Zeit zählen:

Mohamed Ali  ( Cassius Clay ), Joe Frazier, Georg Foreman, Larry Holmes

Riddick Bowe, Mike Tyson, Evander Holyfield

Lennox Lewis, Vitali Klitschko, Wladimir Klitschko

 

In anderen Gewichtsklassen bekannte Boxer unserer Zeit:

Sugar Ray Leonard, Marvin Hagler, Roberto Duran, Roy Jones Jr., Oskar De La Hoya,

Sven Ottke, Darius Michaelchewski, Henry Maske, Arthur Abraham, Felix Sturm,